2018 - Ridermanpage

geändert am 14.07.2018
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Wichtige Änderungen ab 01.01.2018

  • Alle Winterreifen, die ab dem 1. Januar 2018 hergestellt  werden, müssen nun mit dem Alpine-Symbol (dreigezacktes Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte) gekennzeichnet sein (löst das bisherige M+S-Zeichen ab). Winterreifen, die bis 31.12.2017 produziert wurden, können noch i.R. einer Übergangfrist bis 30.09.2024 verwendet werden.
  • Die  EEG-Umlage beträgt 2018 6,792 Cent je Kilowattstunde!         
  • Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt von 8.820 Euro auf genau 9.000 Euro.
  • Der Kinderfreibetrag steigt um 72 Euro auf 7.428 Euro (bei Zusammenveranlagung, setzt sich aus den Freibeträgen für das Existenzminimum des Kindes und für Betreuung, Erziehung und Ausbildung zusammen).
  • Zur Abmilderung der "kalten Progression" werden die Tarifeckwerte "nach rechts" zur Anpassung der Einkommensgrenzen der Steuertarife an die Inflation verschoben.
  • Mit der Steuererklärung für das Jahr 2018 müssen keine mehr Belege eingereicht werden. Belege müssen jedoch für ein Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheides aufbewahrt werden und ggf. auf Verlangen vorgelegt werden, z. B. Spendenquittungen oder Handwerkerrechnungen.
  • Die eigene Steuererklärung für das Jahr 2018 (ohne Steuerberater) muss erst bis zum 31.07.2019 beim Finanzamt eingehen (§ 149 AO).
  • Geringwertige Güter (GWG), z. B. der Kauf von Arbeitsmitteln (PC, Smartphone, Laptop, Büromöbel ..), können nun mit 952 Euro brutto (einschl. 19 % Mehrwertsteuer) statt bislang 487,90 Euro bei der Steuer geltend gemacht werden. Käufe über diesen Betrag können weiterhin nur mit der sog. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (AfA) steuerlich abgeschrieben werden.
  • Die Grundzulage für die Riester-Rente steigt von 154 Euro auf 175 Euro pro Jahr, die Zulagen für die Kinder bleiben gleich. Der Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug von Riester-Berechtigten bleibt mit 2.100 € unverändert.
  • Für "neue" Rentner oder Versorgungsempfänger sinkt der Rentenfreibetrag auf 24 Prozent bzw. der Versorgungsfreibetrag (incl. Zuschlag) auf 1.872 Euro.
  • Wer 2017 das 64. Lebensjahr vollendet hat, kann als Altersentlastungsbetrag 2018 nur noch 19,20 %, höchstens jedoch 912 Euro aus dem Arbeitslohn aus einer aktiven Tätigkeit (ohne Leibrenten und Pensionen) von seinen steuerpflichtigen Einkünften absetzen. Der Freibetrag wird bei einer gemeinsamen Veranlagung personenbezogen berücksichtigt.
  • Die Grundlage für die Abschmelzung dieser Freibeträge ist das Alterseinkünftegesetz, nachdem ab 2040 die Besteuerung der Renten und Pensionen in voller Höhe erfolgt.
  • Das mtl. Kindergeld wird wie 2017 wieder um zwei Euro erhöht. Für die  ersten beiden Kinder gibt es nun je 194 Euro, beim  dritten Kind sind es 200 Euro und bei jedem weiteren Kind 225  Euro.
  • Der Mindestsatz beim Unterhalt i.R.d. Düsseldorfer Tabelle steigt um 6 - 12 Euro, die Einkommensklassen werden reformiert.
  • Für rückwirkende Kindergeldanträge gelten nun kürzere Ausschlussfristen. Kindergeldnachzahlungen sind bei eingegangenen Kindergeldanträgen ab 01.01.2018 max. nur noch für sechs Monate rückwirkend möglich. Im Rahmen der bis 31.12.2017 geltenden alten Regelung kann/konnte Kindergeld noch innerhalb der allgemeinen Verjährung, der Festsetzungsfrist von vier Jahren (§ 169 AO) rückwirkend beantragt werden.
  • Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse sinkt im Durchschnitt aller Krankenkassen von 1,1 auf 1,0 Prozent des Bruttolohns. Der AN-Betrag dürfte somit im Schnitt 7,3 % + 1 % = 8,3 % betragen. Wie viel ein Versicherter tatsächlich als zusätzlichen Beitrag zahlen muss, legt jedoch seine Krankenkasse selbst fest.
  • Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt von 18,7 auf 18,6 %.
  • Die Bemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt auf monatlich 6.500 Euro (jährlich 78.000 Euro) in Westdeutschland, sowie auf 5.800 Euro im Osten. Bis zu dieser Einkommensgrenze müssen Arbeitnehmer entsprechende Beiträge bezahlen.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze steigt bei der gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich auf 4.425 Euro (jährlich 53.100 Euro) pro Monat (Erhöhung um 75 Euro), erst das gesamte Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei.
  • Die Pflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt nun bis zu einem mtl. Einkommen von 4.950 Euro. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist erst ab diesem mtl. Einkommen möglich.
  • Aufschläge beim Zahlen per Kreditkarte entfallen, z. B. bei Buchungen etwa von Hotels oder bei Einkäufen über das Internet.
  • Die Haftungsgrenze bei Kartenmissbrauch beträgt nur noch 50 Euro.
  • Die Abgasuntersuchung erfolgt nun über die sogenannte Endrohrmessung, auch wenn bei der elektronischen On-Board-Diagnose kein Fehler entdeckt wurde.
  • Für ab 1. Januar 2018 Erwerbsgeminderte wird die Berechnung einer zustehenden Erwerbsminderungsrente i.R.d. Zurechnungszeit verbessert. Die Altersgrenze von bisher 62 Jahren wird sukzessive bis zum Jahr 2024 auf 65 Jahre angehoben (Zurechnungszeit). Man will damit erreichen, dass weniger Betroffene mit der Grundsicherung aufstocken müssen. Für vor dem 01.01.2018 Erwerbsgeminderte bleiben von der neuen Regelung ausgeschlossen.
  • Die Hartz-IV-Sätze steigen von von 409 auf 416 Euro pro Monat. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person.
  • Kostenpflichtige Streaming-Dienste lassen sich ab 20. März 2018 ohne zusätzliche Gebühren auch im EU-Ausland nutzen.
  • Für Mallorca-Urlauber verdoppelt sich die Touristensteuer auf der Insel ab der Hauptsaison.
  • Ab dem 1. Juli 2018 sollen die Renten im Westen um 3,09 Prozent und im Osten um 3,23 Prozent steigen (bei unterstellten 45 Jahren Beitragszeit würde die Erhöhung 43 Euro betragen).
  • Neue Berechnung der Kfz-Steuer ab 01.09.2018 aufgrund neuer Abgasmessung (neue WLTP-Norm), vermutlich fällt die Kfz-Steuer danach höher aus. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich jedoch bei der künftigen Berechnung der Kfz-Steuer nichts.
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