2013 - Ridermanpage

geändert am 14.07.2018
Direkt zum Seiteninhalt

Wichtige Änderungen ab 1.1.2013

  • Änderung des Ehegattensplittings: Konventionelles Ehegattensplitting oder Einzelveranlagung mit 3 Formen:

    - Ehegatten-Splitting mit Grundtarif
    -
Witwen-Splitting
    -
Sondersplitting für Geschiedene im Trennungsjahr

  • Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 2.100 € auf 2.400 €

  • Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 500 € auf 720 €

  • Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen bei den Sozialabgaben

  • Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung von 1,95 auf 2,05 Prozent

  • Erhöhung der Hartz IV Leistungen

  • Wegfall der Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal

  • Der steuerliche jährliche Grundfreibetrag steigt 2013 um 126 auf dann 8130 Euro, ab 01.01.2014 auf 8354 Euro

  • Einführung eines neuen europaweit gültigen Führerscheins

  • Rentenbeitrag sinkt von 19,60 % auf 18,90 %

  • Staatlicher Zuschuss zu einer privat abgeschlossenen Pflegeversicherung von jährlich 60 Euro; Versicherungsnehmer muss aber jährlich mindestens 120 Euro an Beiträgen einzahlen

  • Gebühreneinzugszentrale (GEZ) wird ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice

Der neue Beitrag wird pro privatem Haushalt erhoben wird, unabhängig von der Zahl der Bewohner oder der genutzten Geräte. Die angestrebten 17,98 Euro pro Monat sind dann aber auch zu entrichten, wenn gar keine beitragsrelevanten Geräte vorhanden sind. Menschen mit Behinderung hingegen, die finanziell leistungsfähig sind, werden ab 01.01.2013 beitragspflichtig. Sie müssen jedoch nur einen Drittelbeitrag von 5,99 Euro zahlen. Personen, die jedoch physisch nicht in der Lage sind, Rundfunk wahrzunehmen, also z.B. Taubblinde oder Empfänger von Blindenhilfe, Sonderfürsorgeberechtigte sowie Kriegsversehrte sind von der Beitragspflicht befreit. Gibt es  mehrere Bewohner eines Haushaltes so haften sie gesamtschuldnerisch. Das bedeutet, dass jeder für die Beitragszahlung herangezogen werden kann und diesen einen Betrag vollständig und für alle zahlen muss; untereinander sind die Bewohner entsprechend ausgleichsverpflichtet. Bezieher von Sozial- oder auch von BAföG-Leistungen können sich auf Antrag (auch) weiterhin von der Zahlungspflicht befreien lassen.


Die häufigsten Fragen (FAQ‘s)



  • Erhöhung der Minijobgrenze von 400 auf 450 €


Es ist die erste Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobber seit 2003. Ab 2013 dürfen geringfügig Beschäftigte bis zu 450 Euro monatlich verdienen. Zeitgleich gibt es eine Änderung im Rentenrecht.


Minijobber müssen für ab 01.01.2013 beginnende Beschäftigungen ausdrücklich ablehnen, wenn sie den Rentenbeitrag der Arbeitgeber in Höhe von 15 % nicht auf den vollen Beitragssatz von dann 18,90 Prozent aufstocken wollen. Ein entsprechender Befreiungsantrag von der Versicherungspflicht ist zu stellen. Bislang verhielt es sich umgekehrt! Über den Befreiungsantrag hat der Minijobber alle weiteren  - auch zukünftige Arbeitgeber zu informieren, bei denen er eine geringfügung entlohnte Beschäftigung ausübt. Eine Befreiung kann einheitlich nur für alle zeitgleich ausgeübten Beschäftigungen gestellt werden. Die Befreiung von der Versicherungspflicht ist für die Dauer der Beschäftigung(en) bindend, sie kann nicht widerrufen werden. Bei Aufnahme einer neuen Beschäftigung ist ggf. ein Befreiungsantrag wieder neu zu stellen ist. Eine individuelle Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung ist kostenlos unter 0800 10004800 möglich.

Minijobber, ohne Befreiung müssen für einen 450-Euro-Job somit max. 17,55 Euro aus eigener Tasche an die Rentenversicherung abführen. Dieser Eigenbeitrag kommt zu den 15 Prozent hinzu, die der Arbeitgeber pauschal aufbringen muss.


Die Minijobber erwerben durch die ab 01.01.2013 geltende Versicherungspflicht einen Rentenanspruch mit allem Drum und Dran:


Anspruch auf

-      Erwerbsminderungsrente

-      Reha-Maßnahmen

-      Riester-Förderung

-      Auffüllen der Wartezeit von 60 Kalendermonaten

-      Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung


-      vollwertige Pflichtbeitragszeiten

Die spätere Rente erhöht sich bei einem 450-Euro-Job um etwa 4,50 Euro monatlich. Wer freiwillig auf den vollen Arbeitnehmer-Betrag von 18,90 Prozent aufstockt, erhält einen um 30 Prozent erhöhten Rentenanspruch.

Minijobber, die in ihrem Minijob vor dem 1. Januar 2013 versicherungsfrei in der Rentenversicherung waren, bleiben es auch weiterhin. Sie haben aber jederzeit die Möglichkeit, durch Beitragsaufstockung auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung zu verzichten.

Zur Erinnerung:

Wer einen Minijob annimmt, braucht dafür nicht die üblichen Lohnsteuern und Sozialabgaben zu zahlen. Es werden nur Pauschalen abgezogen, die in den meisten Fällen vom Arbeitgeber übernommen werden:

-      13% zur Krankenversicherung

-      15% zur Rentenversicherung im gewerblichen Bereich,

-       5% zur Rentenversicherung bei Minijobber in Privathaushalten

-       2% pauschale Lohnsteuer


Keine Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung. Darüber hinaus wird das Arbeitsentgelt nicht nur anteilig, sondern in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt.

Wer gegenüber seinem Arbeitgeber auf die „Versicherungsfreiheit zur Rentenversicherung“ verzichtet hat, wurde versicherungspflichtig und zahlte einen Aufstockungsbetrag. Die Summe aus dem pauschalen Arbeitgeberbetrag (15% bzw. 5%) und dem Aufstockungsbetrag betrug zuletzt bis 31.12.2012 19,60 %, mindestens jedoch 30,38 EUR aus 155 Euro. Bei Minijobbern in Privathaushalten ist der Eigenanteil, also die Beitragsdifferenz zwischen dem Arbeitgeberanteil von 5 Prozent und dem vollen Beitragssatz somit etwas größer als bei den Minijobs im gewerblichen Bereich.

Ab dem 1. Januar 2013 wird auch diese Mindestbeitragsbemessungsgrundlage angepasst. Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung werden ab dem 1. Januar 2013 mindestens aus 175 Euro = 33,08 Euro erhoben.
Die angepasste Mindestbeitragsbemessungsgrundlage findet auch bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen Anwendung, die bereits vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben.

Zurück zum Seiteninhalt